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Infos und Tipps zum Waschtrockner – Waschmaschine und Trockner in einem Gerät

Sie möchten Ihre Wäsche gern in der Maschine trocknen, haben aber keinen Platz für einen Wäschetrockner? Dann ist ein Waschtrockner möglicherweise die passende Neuanschaffung für Sie, denn hierbei sind Waschmaschine und Trockner in einem Gerät vereint. Wie so ein Waschtrockner funktioniert, welche Vor- aber auch Nachteile er bietet und für wen er geeignet ist, all das erfahren Sie im Folgenden. Und wenn Sie sich daraufhin für den Kauf einer Waschmaschine mit integrierten Trockner entscheiden, finden Sie zudem nützliche Tipps, was dabei zu beachten ist.

Merkmale und Funktionsweise von Waschtrocknern

2-in-1: Waschtrockner (auch Vollwaschtrockner) sind eine Kombination aus Waschmaschine und Trockner in einem Gerät.

Fassungsvermögen: Waschtrockner verfügen oft noch über zwei unterschiedliche Fassungsvermögen, eines zum Waschen und eines zum Trocknen. Das Fassungsvermögen zum Waschen ist i.d.R. höher, sodass mehr Wäsche gewaschen als anschliessend getrocknet werden kann, obwohl es sich um ein und dieselbe, gleich grosse Trommel handelt. Das ist jedoch den unterschiedlichen Techniken des Waschvorgangs und des Trockenvorgangs geschuldet.

Trocknungstechnologie: Waschtrockner arbeiten meist mit der Trocknungsmethode der Kondensation. Hierbei wird zunächst Luft aufgeheizt und in die Trommel geleitet, wo sie die Feuchtigkeit aus der Wäsche aufnimmt. Anschliessend wird sie im Wärmeaustauscher kondensiert und das Kondenswasser zuletzt aufgefangen.

Vor- und Nachteile von Waschmaschine und Trockner in einem Gerät

Waschen und Trocknen in einem Haushaltsgerät bietet viele Vorteile. Dennoch sind auch ein paar Nachteile nicht zu leugnen.

Vorteile

Raumwunder: Vollwaschtrockner sind besonders platzsparend. Statt der Aufstellung von Waschmaschine und Wäschetrockner nebeneinander oder auch übereinander benötigt ein Waschtrockner eben nur so viel Platz wie ein Gerät und ermöglicht es damit, Wäschewaschen und Wäschetrocknung auch im kleinsten Badezimmer oder in der kleinsten Küche zu vereinen und unterzubringen. So muss man weder auf saubere noch auf schnell trockene Wäsche verzichten, selbst wenn nur wenig Raum zur Verfügung steht. Eine zusätzliche Platzeinsparung ergibt sich dadurch, dass kein Wäscheständer mehr herumstehen muss. Beides ist schliesslich auch noch ein optischer Gewinn für die Wohnungseinrichtung.

Preisvorteil: Die Anschaffung eines Waschtrockners ist i.d.R. preisgünstiger als der jeweils separate Kauf zweier Geräte. So ist eine Waschmaschine mit integriertem Trockner nicht nur für den kleinen Haushalt, sondern auch für den kleinen Geldbeutel eine gute Lösung.

Arbeitserleichterung: Waschen und Trocknen in einem Arbeitsgang bedeutet weniger Aufwand und mehr Zeit für andere Dinge. Die gewaschene Wäsche muss zum Trocknen nicht von der Waschmaschine in den Wäschetrockner umgeladen oder mühsam per Hand auf die Leine gehangen werden, das erleichtert die Wäschepflege ungemein. Voraussetzung ist jedoch, dass die Beladungsmenge im Waschgang das Fassungsvermögen für das Trocknen nicht überschreitet.

Kondensationsvorteil: Da die Feuchtigkeit bei der Trocknungsmethode der Kondensation im Gerät bleibt und nicht austritt, können Waschtrockner überall aufgestellt werden. Damit eignen sie sich also auch sehr gut für Räume, die nur schwer gelüftet werden können, etwa für Badezimmer ohne Fenster, wie sie in kleinen Wohnungen oft vorkommen.

Nachteile

✗ Fassungsvermögensunterschied: Sind die Fassungsvermögen für Waschen und Trocknen unterschiedlich, kann das gleich zu zwei Nachteilen führen. Denn wenn das grössere Fassungsvermögen zum Waschen voll ausgenutzt und demzufolge mehr Wäsche gewaschen wird, als das kleinere Fassungsvermögen zum anschliessenden Trocknen zulässt, muss man die überzählige Wäsche noch immer per Hand auf die Leine hängen oder aber den Waschtrockner zwei Trocknungsvorgänge einlegen lassen. Das bedeutet natürlich mehr Arbeits- und Zeitaufwand. Und mehrmaliges Trocknen in der Maschine verbraucht logischerweise auch noch sehr viel mehr Energie.

✗ Verbrauchsnachteil: Die Trocknungsmethode der Kondensation ist zwar gut für das Raumklima, verbaucht jedoch leider auch mehr Energie und Wasser als Abluft- und Wärmepumpentrockner. Das anfängliche Aufheizen der Luft bedarf viel Energie und um die heisse Luft anschliessend wieder herunterzukühlen ist frisches Wasser notwendig.

✗ Folgekosten: Je nach Nutzungsverhalten kann eine Waschmaschine mit integriertem Trockner höhere laufende Kosten verursachen als zwei Geräte separat zu betreiben. Wie schon beschrieben können sich die unterschiedlichen Fassungsvermögen in einem erhöhten Verbrauch und damit höheren Kosten niederschlagen. Die Kondesation wiederum ist unweigerlich die am wenigsten effiziente Trocknungstechnologie, sodass Waschtrockner zumindest im Trocknungsgang immer mehr verbrauchen als ein separater Wäschetrockner mit effizienterer Methode.

✗ Schadenrisiko: Waschtrocknern wird eine geringere Lebensdauer nachgesagt. Das liegt vor allem daran, dass Waschmaschine und Trockner in einem Gerät kombiniert sind. Ist der Waschtrockner defekt, fallen gleich beide Funktionen aus und es kann weder gewaschen noch getrocknet werden.

Dann lohnt sich ein Waschtrockner

In erster Linie sind Waschmaschine und Trockner in einem Gerät interessant für Menschen, die keinen Platz für eine Side-by-Side-Aufstellung oder Wasch-Trocken-Säule haben oder auch den Platz für einen Wäscheständer sparen möchten. Auch wer seine Wäsche relativ schnell wieder sauber und trocken braucht, für den ist ein Waschtrockner eine echte Alternative. Eine Waschmaschine mit integriertem Trockner eignet sich jedoch vor allem für Haushalte, in denen zwar ab und zu etwas getrocknet werden muss, sich die Menge der Wäsche jedoch in Grenzen hält. Dies liegt zum einen an der Zeit, die ein Waschtrockner für den Trocknungsvorgang braucht und damit auch an dem erhöhten Energieverbrauch, zum anderen jedoch vor allem auch an der begrenzten Füllmenge, die im Vergleich zu einem separaten Wäschetrockner geringer ist und im Durchschnitt bei fünf bis sechs Kilo liegt. Wird eine grössere Menge gewaschen, muss die Wäsche für das Trocknen daher erst geteilt und in zwei Durchgängen getrocknet werden. Das bedeutet natürlich einen höheren Zeit- und vor allem auch Energieaufwand. Aufgrund des begrenzten Fassungsvermögens ist ein Waschtrockner daher eher für Ein- bis Zwei-Personen-Haushalte geeignet. Für grössere Familien empfiehlt sich dagegen die Anschaffung zweier separater Geräte.

Das ist beim Kauf einer Waschmaschine mit integriertem Trockner zu beachten

Ein Vollwaschtrockner kann eine echte Alternative sein. Doch wie bei allen Hausgeräten sollte die Anschaffung gut geplant werden, schliesslich möchte man die richtige Wahl treffen und lange Freude daran haben. Im Folgenden finden Sie daher noch einmal die wichtigsten Faktoren, die es beim Kauf von Waschmaschine und Trockner in einem Gerät zu beachten gilt.

Fassungsvermögen

Das Fassungsvermögen für den Trocknungsvorgang liegt bei vielen Waschtrocknern noch unter dem Fassungsvermögen für den Waschvorgang, was einige o.g. Probleme mit sich bringt. Üblicherweise unterscheiden sich die Beladungsmengen um 3 kg, sodass sich folgende Kombinationen des Fassungsvermögens für Waschmaschine und Trockner in einem Gerät ergeben:

Vereinzelt gibt es aber auch Waschtrockner, die sowohl im Wasch- als auch im Trocknungsgang gleich viel Ladung fassen können, wie z.B. der Miele Vollwaschtrockner WT 27-80 CH mit 5,5 kg Beladung für Waschen und Trocknen.

Schleuderdrehzahl

Beim Kauf und Betrieb eines Vollwaschtrockners sollte neben dem Fassungsvermögen vor allem auf die Schleuderzahl geschaut werden, denn je höher die Schleuderdrehzahl, desto trockener ist die Wäsche bereits nach dem Waschen. Dadurch wird der anschliessende Trocknungsvorgang verkürzt und somit Zeit und Strom gespart. Ausreichend wären schon 1200 Umdrehungen pro Minute, moderne Waschtrockner bieten jedoch i.d.R. Schleuderdrehzahlen von 1400, 1500 oder 1600 U/min. Umso höher die Drehzahl dann beim Waschgang gewählt wird, desto vorteilhafter ist dies für die Trocknung. Allerdings sollte auch bedacht werden, dass die Wäsche durch stärkeres Schleudern auch mehr knittert und empfindliche Textilien ggf. schonender, also mit weniger Umdrehungen, geschleudert werden müssen.

Energieverbrauch

Da Waschtrockner die Arbeit von gleich zwei Geräten schaffen müssen, verbrauchen sie meist mehr Energie als eine Waschmaschine oder ein Trockner allein. Hinzu kommt je nach Nutzungsverhalten eventuell auch noch ein Mehrverbrauch durch doppelte Trocknungsgänge aufgrund des geringeren Fassungsvermögens für das Trocknen (s.o.). Deshalb muss beim Kauf von Waschmaschine und Trockner in einem Gerät ganz besonders auf die Energieeffizienzklasse geachtet werden. Zu bevorzugen ist in jedem Fall ein Waschtrockner mit Effizienzklasse A oder höher. Nur dann lässt sich ähnlich effizient waschen und trocknen wie mit zwei separaten Geräten und der Geldbeutel schonen.

Wasserverbrauch

Waschen verbraucht natürlich Wasser, das ist ganz klar. Doch auch beim Trocknen benötigen Waschtrockner noch einmal Wasser, da sie mit der Trocknungsmethode der Kondensation arbeiten. Das lässt den gesamten Wasserverbrauch steigen, vor allem wenn für das Trocknen zwei Durchgänge eingelegt werden. Beim Kauf einer Waschmaschine mit integriertem Trockner sollte daher auch immer auf die Literangabe beim Wasserverbrauch geachtet werden. Je nach Modell kann es hier Unterschiede von bis zu 60 Litern geben, was sich bei den laufenden Kosten deutlich bemerkbar machen würde. Deshalb sowie der Ressourcenschonung und damit der Umwelt zuliebe ist ein Waschtrockner mit geringem Wasserverbauch die bessere Wahl, auch wenn die Anschaffungskosten zunächst höher sind. Daneben ist es empfehlenswert darauf zu achten, dass der Waschtrockner eine Mengenautomatik besitzt, die vor allem zur Wasser- aber auch zur Energieeinsparung beiträgt.


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