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Wein lagern und temperieren

Damit Wein seine hochwertige Qualität behält und optimal reifen kann, muss er unter besonderen Bedingungen gelagert werden. Und um seinen vollen Geschmack entfalten zu können, benötigt er die ideale Trinktemperatur. Hier erfahren Sie, worauf es bei der Weinlagerung und Temperierung ankommt.

Faktoren der Weinlagerung

Für die Weinlagerung sind im Wesentlichen vier Faktoren von Bedeutung, nämlich die Temperatur und die Luftqualität sowie Ruhe und Lichtschutz.

Lagertemperatur: kühl und konstant

Wärme beschleunigt den Reifeprozess und die Verflüchtigung des Alkohols. Aus diesem Grund sollte Wein immer gut gekühlt werden. Eine Lagerungstemperatur von etwa 10 bis 12°C gilt für alle Weine, ganz gleich ob Rot-, Rosé- oder Weisswein, als ideal. Viel wichtiger noch als die genaue Temperatur ist jedoch, dass diese so konstant wie möglich gehalten wird, denn Temperaturschwankungen würden die Qualität des Weines beeinträchtigen.

Luftqualität: frisch und feucht

Durch den Korken sind Weinflaschen nicht hermetisch abgedichtet, Luft kann also hindurch dringen und an den Wein gelangen. Für die Reifung des Weins ist das auch notwendig, da er hierfür mit dem Sauerstoff aus der Luft reagiert. Bei einer schlechten Luftqualität jedoch würden auch Gerüche durch den Korken in die Flasche gelangen, sich auf den Wein übertragen und seinen Geschmack verfälschen. Daher ist es wichtig, Wein in einer Umgebung mit frischer und geruchsneutraler Luft zu lagern. Des Weiteren muss auch eine gewisse Luftfeuchtigkeit gegeben sein, da Naturkorken sonst austrocknen und brechen oder schrumpfen und daraufhin zu viel Sauerstoff an den Wein dringen lassen würden. Und dadurch wiederum würde der Alkohol schneller verdunsten, der Wein immer süsser werden und letztlich ganz verderben. Eine zu feuchte Luft hingegen könnte zur Schimmelbildung an den Korken führen, wodurch der Geschmack des Weins ebenso stark leiden würde. Für die Weinlagerung gilt daher eine nicht zu geringe, aber auch nicht zu hohe Luftfeuchtigkeit von etwa 50 bis 60% als ideal.

Ruhe: erschütterungsfrei

Schon kleinste Erschütterungen können die Qualität des Weins beeinträchtigen, denn sie wirbeln das Depot auf, lassen die Weininhaltstoffe verstärkt miteinander reagieren und führen so schliesslich zu einem verfälschten, unharmonischen Geschmack. Um das zu verhindern, sollte Wein an einem möglichst ruhigen Ort gelagert sowie möglichst wenig bewegt werden.

Lichtschutz: dunkel

Licht schadet Wein gleich doppelt, nämlich zum einen durch die enthaltene UV-Strahlung und zum anderen durch die abgestrahlte Wärme. Die UV-Strahlung verändert vor allem die Farbe, lässt Rotwein ausbleichen und Weisswein goldgelb werden, den Wein aber mit der Zeit auch seine Balance und sein Aroma verlieren. Und wird der Wein durch Lichteinwirkung erwärmt, lässt ihn dies schneller reifen und kann ihn auf Dauer sogar ganz verderben. Zwar bieten grün oder braun getönte Flaschen bereits einen gewissen Lichtschutz, dieser reicht jedoch auf Dauer nicht aus und Weine in klaren Flaschen sind gar nicht geschützt. Aus diesen Gründen sollte Wein also immer an einem dunklen Ort gelagert werden.

Optimale Bedingungen für die Weinlagerung auf einen Blick

✓ Lagerungstemperatur von etwa 10 bis 12°C ohne Temperaturschwankungen

✓ frische und geruchsneutrale Luft mit einer Feuchtigkeit von etwa 50 bis 60%

✓ ruhige und erschütterungsfreie Lage

✓ Dunkelheit

Probleme bei der Weinlagerung

Diese Bedingungen können jedoch oft nur schwer erreicht werden. Lediglich in einem Weinkeller sind sie annähernd optimal, nicht aber im normalen Keller, Wohnraum oder Kühlschrank. Denn im normalen Keller ist die Luft oft zu schlecht, in der Wohnung ist es meist viel zu warm, und im Kühlschrank ist der Wein ständigen Erschütterungen durch den Kompressor sowie das Öffnen und Schliessen ausgesetzt. Da allerdings nur wenige Menschen einen eigenen Weinkeller besitzen, stellen sich für alle anderen Probleme bei der Weinlagerung.

Und selbst mit einem Weinkeller bleibt eine Schwierigkeit. Denn wenngleich hier schon sehr gute Bedingungen vorherrschen, ist ihre Beständigkeit nur bedingt kontrollier- und beeinflussbar. Die langanhaltende Konstanz nicht nur der Lagerungstemperatur sondern auch der anderen Faktoren ist jedoch von grosser Wichtigkeit für die Weinlagerung.

Die einzige Lösung, um die Qualität der edlen Tropfen wirklich lange und vollständig bewahren zu können, ist daher ein Weinkühlschrank, in welchem die Bedingungen nicht nur optimal hergestellt, sondern auch immerwährend konstant aufrechterhalten werden können.

Optimale Weinlagerung im Weinkühlschrank

Weinkühlschränke verfügen über eine Vielzahl von Austattungen, dank derer in ihnen die optimalen Bedingungen für die Weinlagerung erschaffen werden können.

So sorgen modernste Klimatechnik und eine präszise elektronische Steuerung für die Erzeugung und stete Einhaltung der perfekten Lagerungstemperatur. Zusätzlich schirmt eine besonders gute Isolierung den Innenraum gegen die Temperaturunterschiede der Umgebung ab und trägt ebenfalls zum Schutz des Weins vor Temperaturschwankungen bei.

Aktivkohlefilter im Weinkühlschrank

Aktivkohlefilter im Weinkühlschrank.
Bild © Liebherr

Für eine hohe Luftqualität sorgen ein Verdampfersystem und eine spezielle Regelung der Umluft, durch die die erforderliche Luftfeuchtigkeit erreicht und gleichmässig verteilt wird, sowie ein Aktivkohlefilter, über den ein Luftaustausch erfolgt und der Gerüche bindet sowie Schimmel vorbeugt. Einige Weinkühlschränke besitzen zudem ein poröses Lavagestein, welches die Feuchtigkeit noch besser im Inneren hält. Darüber hinaus tragen auch die unlackierten Holzborde, mit denen die meisten Weinkühlschränke ausgestattet sind, zu einer reinen Luft bei, da sie keine Farbausdünstungen verursachen. Des Weiteren sind die Holzborde ausserdem ideal für die sichere und ruhige Lage des Weins, da sie genau auf die Form der Flaschen abgestimmt sind und mit ihrem im Vergleich zu Metallablagen weicheren Material sogar kleine Erschütterungen abmildern können.

Holzborde auf Teleskopschienen im Weinkühlschrank

Holzborde auf Teleskopschienen.
Bild © Liebherr

Sind die Holzborde zusätzlich noch auf Teleskopschienen geführt, schützt dies auch beim Bedienen des Weinkühlschranks, da sie so besonders sanft und nahezu erschütterungsfrei heraus- und wieder hineingleiten. Einge Weinkühlschränke verfügen darüber hinaus über eine gedämpfte Tür, durch die der gelagerte Wein dann auch beim Schliessen besser vor Erschütterungen bewahrt wird. Ohne diese z.T. nur bei Premium-Modellen vorhandenen Ausstattungen sorgen aber in jedem Fall besonders vibrationsarme Kompressoren für eine so ruhige Weinlagerung wie möglich.

Der Lichtschutz im Weinkühlschrank wird entweder durch eine komplett lichtundurchlässige Stahltür oder aber, vor allem wenn das Gerät im Wohnraum stehen und auch optisch ein Highlight sein soll, eine isolierte Glastür garantiert. Da diese getönt und mit einem UV-Filter versehen ist, hält auch sie die Licht- und Strahlenbelastung des Weins minimal. Diese Modelle sind zudem oft mit einer Innenbeleuchtung ausgestattet, die den Wein jedoch nicht beeinträchtigt, weil es sich dabei um Halogen- oder immer öfter um LED-Lampen handelt, die ohnehin kein UV-Licht, aber auch kaum Wärme abstrahlen.

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Trinktemperatur und Temperierung im Weinkühlschrank

Nach ihrer optimalen Lagerung und Reifung müssen die edlen Tropfen jedoch schliesslich auch in der idealen Temperatur getrunken werden, um ihren vollen Geschmack geniessen zu können.

Trinktemperaturen

Dabei wird für Rotwein eine wärmere Serviertemperatur empfohlen, weil sich so die Aromen besser entfalten können, wohingegen Rosé- und Weisswein eher kühler genossen werden sollten und Schaumwein gar am kältesten. Eine Orientierung für geeignete Trinktemperaturen nach Weinsorte gibt die nachstehende Tabelle.

 Weinsorte Trinktemperatur
Rotwein, jung (bis 3 J.) 14 – 19°C
Rotwein, älter (ab 3 J.) 16 – 19°C
Roséwein, jung (bis 3 J.) 9 – 14°C
Roséwein, älter (ab 3 J.) 12 – 14°C
Weisswein, jung (bis 5 J.) 9 – 12°C
Weisswein, älter (ab 5 J.) 10 – 14°C
Schaumwein 6 – 10°C

Verschiedene Methoden der Temperierung

Da die ideale Trinktemperatur vieler Sorten nicht auch der Optimaltemperatur der Weinlagerung entspricht, muss der Wein vor dem Genuss oft erst einmal auf diese erwärmt oder aber noch mehr heruntergekühlt werden. Dazu gibt es verschiedene Methoden. So kann er natürlich zum einen an der Luft, vor allem in wärmerer Umgebung wie der Wohnung, langsam auf Temperatur gebracht werden. Schneller geht es, indem er in warmes Wasser gelegt wird (Chambrieren). Umgekehrt bieten sich kaltes Wasser oder ein Eisbad an, um Wein abzukühlen (Frappieren). Des Weiteren könnte er für kurze Zeit in den Kühlschrank oder gar den Gefrierschrank gelegt werden. Das Problem all dieser Methoden liegt jedoch in einer mangelnden Präzision, sodass die ideale Temperatur nur dann wirklich gradgenau erreicht werden kann, wenn zusätzlich ein Thermometer verwendet wird. Andernfalls könnte der Wein schnell zu warm oder zu kalt werden.

Optimale Temperierung im Weintemperierschrank

Besser gelingt die Temperierung dagegen in einer speziellen Form des Weinkühlschranks, nämlich dem Weintemperierschrank. Da dieser den Wein langsam und gleichmässig auf die jeweilige Serviertemperatur bringt und diese vor allem über einen längeren Zeitraum konstant halten kann, wird die gewünschte Trinktemperatur hierin also viel schonender und verlässlicher erreicht und bleibt erhalten. So ist nicht nur das erste Glas Wein aus der Flasche optimal temperiert, sondern auch noch alle folgenden. Das garantiert jederzeitigen Hochgenuss.

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Lagerung und Temperierung in einem Gerät

Separate Temperatursteuerung im Mehr-Zonen-Weinkühlschrank

Separate Temperatursteuerung im Mehr-Zonen-Weinkühlschrank.
Bild © Liebherr

Wer Wein einerseits über längere Zeit lagern, sich aber dann und wann auch einmal eine Flasche in perfekter Trinktemperatur schmecken lassen möchte, ohne dabei weder auf einen Weinklima- noch einen Weintemperierschrank verzichten zu müssen, für den ist ein Mehr-Zonen-Weinkühlschrank die beste Lösung. Denn hierin gibt es zwei oder drei voneinander abgetrennte Weinsafes, in denen die Temperaturen separat geregelt werden können. Ein Bereich kann also bspw. auf Lagertemperatur eingestellt werden, der andere auf Serviertemperatur. So lassen sich Weinlagerung und Weingenuss perfekt miteinander vereinen.

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Drei-Zonen-Weinschränke bei kaufsignal.ch

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